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Lange Rhön zwischen Nordheim und Fladungen/NW (Nordwest)

erstellt von Angelika Mayr zuletzt verändert: 02.11.2020 12:53
Lange Rhön zwischen Nordheim und Fladungen / FL95, wäre aber weitergegangen; Pilot: Angelika Mayr
Name
Angelika Mayr 
Datum
29.10.2020
Windrichtung
NW (Nordwest)
Ort des Wellensteiggebietes
Lange Rhön zwischen Nordheim und Fladungen
Auslöser
Auslöser ist die sog. lange Rhön
Erreichte Höhe
FL95, wäre aber weitergegangen
Zeit-Bezugssystem
MEZ
Höhen-Bezugssystem
QNH
Weitere Daten
Verein:
Flugzeugtyp:                     ASG32Mi
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Startort:                        Buechig (Ostheim)
Startzeit:
Landeort:
Landezeit:
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Bodenwindrichtung:               280 Grad
Bodenwindstärke:                 ca 20km/h. Böen bis 40km/h
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Einstieg in die Welle/n:         grob zwischen Nordheim und Fladungen. Schwierig, da thermisch gestört

Für jedes Wellensystem:
Einstieg(e) aus:                Eigenstart, erster Versuch Motor aus in knapp 1300m MSL, kein Einstieg aus dem thermischen System möglich, daher zweiter Versuch mit 
Motor bis auf 1600MSL, ca. 200m oberhalb der Basis, danach schwache Welle Einstieg(e) in Höhe: Angetroffene Steigwerte: 0,1 - 0,7m/s, später auch 1m/s Erreichte Höhe(n): FL95 Ausdehnung des Steiggebietes: Bereich der langen Rhön, Welle nicht ganz ortsfest, ist mit Erliegen der Thermik gegen den Wind verlagert ------------------- Vermuteter Auslöser: Lange Rhön Anfangs thermisch durchmischt Höhenwindrichtung(en): 1600m MSL: 279 Grad 45km/h 2300m MSL: 277 Grad 60km/h 2950m MSL: 282 Grad 55km/h Temperaturangaben: Keine Inversion, thermisch aktive Luftmasse, Kaltluft, absterbende Thermik durch Warmfrontaufzug
Freier Bericht
Nach dem Durchgang einer Kaltfront deutete sich ein wenig NW-Welle in der Rhön an. Allerdings regnete es bis ca. 11 Uhr loc, danach wurde es besser es gab einzelne Schauer. Leider stand das Flugzeug noch im Anhänger von der Arnstadt Aktion, so konnten wir erst nach dem letzten Schauer ab 12Uhr loc aufbauen. Zunächst konnten wir während des Aufbauens eine tolle Rotorbank bewundern, die sicher thermisch durchmischt war, da sich auch optisch gute Cu-Strassen bildeten. Kurz vor dem Start begann aber die Aufzugsbewölkung der nächsten Warmfront. Start kurz vor 14 Uhr, Motor aus unterhalb der Basis der verbleibenden Cumuli/Rotoren. Es war kein Hochkommen, die Thermik war schon zu schwach aber noch stark genug, um saubere Rotoren oder ein niedrigeres Ansetzen der Welle zu verhindern. Daher mit Motor über die Basis. Hier konnte man sich mit viel Geduld hochbasteln. Die Welle war nicht konstant, sie war an die verbleibenden Cumuli gebunden, an denen man förmlich Hangflug machen musste oder kreisen konnte, die Welle wurde mit dem CU versetzt. Flog man dann exakt gegen den Wind vor konnte man am nächsten Cu/Rotor weitersteigen. Gab es dort aber keinen neuen Rotor/Cu, gab es auch keine Welle. Dann musste man quer zum Wind den nächsten dickeren Cu anfliegen. Immerhin passte der Entstehungsort der dickeren Wolken aber zur von Skysight berechneten Wellenposition. Die Wellenlänge war etwas zu groß für den (wenigen) Wind, normal haben wir den Einstieg dann näher an der Rhön. Das mag aber der Kaltluft mit Ihrer Schichtung oder dem Einfluss der Thermik geschuldet sein. Auch die gut ausgeprägte und von Skysight genau dort berechnete Sekundärwelle stand ca. 10km weiter östlich als sonst. Je später der Nachmittag, desto weniger Thermik gab es und ab 15:30 begann sich die Welle zu stabilisieren. In FL95 machten wir einen Ausflug quer zum Wind, um die berechnete Ausdehnung zu checken, das passte auch so. Ebenfalls machten wir einen Ausflug in die Sekundärwelle, die ging anfangs, zerfiel dann aber..Wieder in der primären Welle, war diese ein wenig gegen den Wind gewandert, die Wellenlänge passte jetzt gut zur sonstigen Erfahrung. Die Prognosekarte stimmte auch noch, scheinbar war der Effekt eingepreist. Leider war der Tag dann schon zuende (wir sollten ganzjährig bei der Sommerzeit bleiben). Zurück am Platz war jetzt dort die Sekundärwelle, also auch einige km westlicher als zuvor (kürzere Wellenlänge), das passt, da steht sie bei dem Wind immer. Um 17:30 begann es aus der Warmfrontbewölkung zu regnen, das war dann bei der Heimfahrt....

IGC Datei herunterladen: 0ATV8891.igc

 

Foto1: IMG_3423_2.JPG

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Foto2: 201029rhoen.jpg

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Foto3: 20201029_154238_2.JPG

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